IVF = In Vitro Fertilisation

Bei der Befruchtung oder bei der In Vitro Fertilisation (IVF) werden die männlichen Gameten (Spermatozoiden) und die weiblichen Gameten(Eizellen) im Labor befruchtet um Embyonen zu erhalten welche dann in den Uterus der Patientin transferiert werden. Dazu kann die konventionelle In Vitro Methode angewendet werden (IVF) bei welcher jede Eizelle auf natürliche Art und Weise mit den Spermatozioden befruchtet werden. Oder mittels der Mikroinjektion (ICSI) bei welcher jede Eizelle mit einem ausgewählten Spermatozoiden mikroinjektziert wird.
Damit die Behandlung durchgeführt werden kann ist es nötig eine hormonelle Stimulation der Patientin durchzuführen , welche bewirkt dass die Follikel der Eierstöcke wachsen. Diese Follikel enthalten die Eizellen die befruchtet werden.

An wen richtet sich die Behandlung?
Die In Vitro Fertilisation (IVF) ist in den folgenden Fällen geeignet:
– Im fortgeschrittenes Alter
– Pathologische Eierstöcke ( Operationen, Endometriose)
– Pathologische Eileiter (verstopfte Eileiter etc)
– Vorzeitiges Eierstockversagen
– Paare in welcher ein Partner HIV positiv ist
– Schwerwiegenden männlichen Unfruchtbarkeitsfaktor
– Nach erfolglosen einfacheren Behandlungen der assistierten Reproduktion ( wie der Insemination), ohne scheinbaren organischen Grund welches dies begründen könnte.

Wie ist der Ablauf einer In Vitro Fertilisation?
In einem ersten Schritt wird mit dem Eintretren der Periode die Stimulierung begonnen. In dieser Phase injektziert sich die Patientin täglich Hormone. Damit die Follikel gleichmäβig wachsen ist es unerlässlich, dass die Medikation jeden Tag zur selben Uhrzeit verabreicht wird. Es ist wichtig, dass alle 3 bis 4 Tage Ultraschalluntersuchungen gemacht werden um zu kontrollieren wie die Follikel heran wachsen. Wenn die Follikel die gewünschte Grösse erreicht haben, wird ein letztes Medikament verabreicht HCG, welches bewirkt, dass die Eizellen reifen und man somit 36 Stunden später diese in der Punktion entnehmen kann.
Der zweite Schritt ist die Eizellenpunktion: dies ist ein einfacher und schneller Eingriff welcher unter einer leichten Sedation via vaginal durchgeführt wird. Dieser Eingriff dauert durchschnittlich 15 Minuten und damit erhalten wir die Eizellen.
Im dritten Schritt findet die Befruchtung der Eizellen im Labor statt. Diese kann entweder auf konventionelle Art und Weise befruchtet werden ( die Spermatozioden mit den Eizellen in Kontakt bringen)oder mittels der ICSI ( Mikroinjektion jedes Spermatozioden in jede Eizelle).
Einen Tag nach der Befruchtung kann man sehen ob die Befruchtung erfolgreich war. Dies ware Tag 1 der Befruchtung. Die Embryonen können zwischen dem 2.-3. Tag und dem 5.Tag transferiert werden. In einem letzten Schritt werden die Embryonen oder der Embryo in den Uterus der Patientin transferiert. Die Transferenz ist ein einfacher und schmerzfreier Vorgang. Nach 15 Tagen nach der Transferenz wird ein Bluttest gemacht um zu sehen ob eine Schwangerschaft eingetreten ist.

Welche Vorteile hat eine In Vitro Fertilisation?
Es begünstigt die Verschmelzung der Eizelle mit dem Spermatozioden währenddessen deutlich die Chance einer Befruchtung steigt . Desweiteren hat es den Vorteil einen qualitativen Embryo zu erhalten um zum transferieren.

Welche Vorteile hat die ICSI ?
Die ICSI macht es möglich, dass ein einziger Spermatoziod sich mit einer Eizelle befruchtet. Dass keine Befruchtung stattfindet hat einen sehr geringen Prozentsatz. Bei der Befruchtung die am natürlichsten ist (mittels einer IVF) kann der Erhalt von Embryonen gefährdet werden. Wohingegen bei einer ICSI dies systematisch gesteuert wird.
Die ICSI wird empfohlen um die Befruchtungsrate zu sichern und damit auch sicherzustellen geeignete Embryonen für die Transferenz zu erhalten wenn:
– Die Morpgologie, Konzentration oder die Mobilität der Spermatozoiden beinträchtigt bzw reduziert ist
– Wenn man eine eingefrorene Samenprobe verwendet
– Wenn das Paar keine vorherige Schwangerschaft erlangen konnte
– bei vorherige Fehlschläge einer Befruchtung

Von was hängt der Erfolg der Behandlung einer IVF/ICSI ab ?
Diese Anwendung ermöglicht es Eizellen zu gewinnen, diese mit den Spermatozoiden zu befruchten und Embryonen zu erhalten , unter Verhältnisse welche auf natürliche Art und Weise nicht machbar gewesen ware.
Die Behandlung ermöglicht es mit eigenen Gameten eine Schwangerschaft zu erlangen, jedoch sollte man dabei beachten, dass hier das Alter eine wesentliche Rolle spielt für den selben Erfolg. Mit einem fortgeschrittenem Alter nimmt die Eierstockreserve ab und die Qualitát der Eizellen verschlechtert sich. Aus diesem Grund kann es trotz der Stimulation vorkommen, dass nicht genügend qualitative Eizellen gewonnen werden können um geeignete Embryonen zu transferieren. Krankheiten welche auf schlechte Lebensgewohnheiten und Alterationen im Sperma zurück zu führen sind können auch entscheidene Gründe sein.
Falls wir nach der Transferenz übrige Embryonen haben welche während des Prozesses entstanden sind , gibt es die Möglichkeit diese einzufrieren, damit der Patient diese zur Verfügung hat um einen nächsten Zyklus zu machen ohne dabei den Prozess der Stimulation der Eierstöcke zu wiederholen.

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2 Gedanken zu “IVF = In Vitro Fertilisation”